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Krebslüge & Zwangskastrationen an Zwittern

INHALT

1. Überblick
2. Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Kindern
3. "Prophylaktische" Kastrationen wegen 0.9% Krebsrisiko
4. Krebsrisiken nach Looijenga et. al., 2006 / 2007 / 2010
5. Statt den Zwittern zu helfen: Wegschauen, Schweigen, Vereinnahmen

1. Überblick

Auch im 21. Jahrhunder geistert die Medizyner-Mär von einem pauschalen "Krebsrisiko von über 30%" für die inneren Geschlechtsorgane von Zwittern (d.h. Hoden, Eierstöcke, Gonaden, teils auch Mischgewebe) durch Kinderspitäler und Operationssäle. Die blutigen Folgen: Mit ebendieser "Begründung" werden alle erkannten Zwitter möglichst früh nach der Geburt zwangskastriert -- mit lebenslänglichen, verheerenden Konsequenzen für die Opfer dieser unmenschlichen Praxis. Auch bei Fällen, wo die Zwittrigkeit erst beim Eintritt in die Pubertät oder noch später erkannt wird, werden die Betroffenen regelmässig mit der tatsachenwidrigen Behauptung des angeblichen "Krebsrisikos von über 30%" genötigt, in die Kastration einzuwilligen -- was die meisten Betroffenen später bitter bereuen, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen körperlichen und seelischen Folgeschäden.

Auch wenn die meisten Zwitter keine Kinder zeugen oder gebären können: In der Regel sind bei ihnen die inneren Geschlechtsorgane intakt und könnten (sofern sie nicht operativ entfernt würden) ihrer lebenswichtigen natürlichen Funktion als Hormonlieferanten für den Körper nachkommen. Durch die nach wie vor flächendeckend durchgeführte Zwangskastrationspraxis sind alle Betroffenen in der Folge auf eine lebenslange Hormonersatztherapie (HET) angewiesen. Diese erfolgt bei Zwittern nach wie vor willkürlich und unreglementiert entsprechend der an den äusseren Genitalien operativ vorgenommenen Zwangsgeschlechtszuweisung/"Vereinheitlichung" (meist chirurgische Verkleinerung/Amputation (!!!) des "zu kleinen" Penis bzw. der "zu grossen" Klitoris, vorgenommen in der Regel möglichst rasch nach der Zwangskastration). D.h. für zwangszugewiesene "Weibchen" wird pauschal Östrogen verabreicht, für zwangszugewiesene "Männchen" pauschal Testosteron -- ohne Rücksicht darauf, was die Körper der Betroffenen gemäss Chromosomensatz und dem individuellen Aufnahmevermögen von Hormonen (das bei Zwitterkörpern meist anders ist als bei "Normalos") eigentlich brauchten. Durch diese unsachgemässen HETs entstehen wiederum zahllose Folgeleiden und -Schäden, die seit längerem auch in der medizinischen Literatur bekannt sind (unter anderem Depressionen, Adipositas, Stoffwechsel- und Kreislaufstörungen, Osteoporose, Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten und Libidoverlust).

In Deutschland, in Österreich und in der Schweiz weigern sich zudem die Krankenkassen regelmässig, eine adäquate HET zu bezahlen (bzw. die Medizyner, übernahmepflichtige Rezepte auszustellen)! Sprich, Zwangskastrierte müssen adäquate HETs aus der eigenen Tasche bezahlen!

2. Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Kindern

Obwohl der Unsinn dieser unmenschlichen Zwangskastrations- und unsachgemässen HET-Praxis längst auch durch wissenschaftliche Studien dutzendfach widerlegt ist, halten Medizyner wieder besseren Wissens unbeirrbar dogmatisch daran fest. So z.B. auch Prof. Dr. Eugen Schoenle, Professor für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie und leitender Arzt am Kinderspital Zürich, der kürzlich in einem Interview behauptete:

"In den meisten Fällen müssen die Hodenanlagen entfernt werden, denn es besteht ein hohes Risiko, dass daraus Krebs entsteht. Man kann hier also keinesfalls von Zwangsoperationen sprechen, denn dieser Eingriff ist lebensnotwendig."

Auch Dr. Johannes Hirsig, Kinderarzt in Embrach und Chirurg in der Adus-Klinik in Dielsdorf, und Dr. Peter Sacher, Belegarzt am Merian Iselin Spital in Basel und (wie auch Dr. Schoenle) Leitender Arzt Chirurgie am Kinderspital in Zürich, beide Fachärzte für Kinderchirurgie FMH, European Board Certified Pediatric Surgeons, propagieren auf ihrer Homepage kinderchirurgie.ch Zwangskastrationen an Zwittern als unumgänglich, abzuklären sei in einer "Interdisziplinäre[n] Besprechung zwischen Kinderchirurgen und Kinderendokrinologen (und Kinderpsychiatern)" einzig die "Frage des Zeitpunktes"! (Dass auch die Eltern oder gar die Betroffenen selbst zu konsultieren wären, bleibt unerwähnt -- na logo, sonst wärs auch keine Zwangskastration mehr! Soviel zum Thema "informierte Zustimmung" -- und wie "unsere" Medizyner das im realen Leben jeweils so handhaben ...)

Auch in deutschen Spitälern ist die Situation nach wie vor gleich katastrophal.

3. "Prophylaktische" Kastrationen wegen 0.9% Krebsrisiko

Allen dogmatischen "Krebslügen" zum Trotz: Seit Jahrzehnten bewiesene medizinische Tatsache ist nach wie vor, dass das Krebsrisiko der inneren Geschlechtsorgane bei zumindest vielen, wenn nicht den meisten Zwitter-Formen gegenüber den "Normalos" wenn überhaupt, dann nur geringfügig erhöht ist, siehe z.B. folgende Übersicht auf Querkreuzer (Hervorhebungen im Text von mir):

Malignität der Hoden bei AIS
Zu Verlauf und Prognose von AIS schreiben Fachärzte [3], nach unserer Kenntnis beginnend im Jahre 1933, übereinstimmend, dass die eigentliche Karzinomgefahr „...lange nicht so groß ist wie vermutet“. Jones und Scott gehen aufgrund ihrer Forschungen bereits 1958 von einer Malignitätsrate von unter 5% der Betroffenen aus. [PD Dr. med. G. A. Hauser (Basel)] schrieb 1957, dass in einer Kontrollgruppe von 128 Individuen nur 2, - zwei-, Individuen an Karzinomen verstarben.

[...]

[Der bekannte G. A. Hauser (nach ihm ist das "H" in "MRKHS" benannt)] schreibt dazu weiter ["Testikuläre Feminisierung", in: Overzier (Hrsg.): "Die Intersexualität" (1961), S. 261-282, hier: S. 278f.]:
„Durch die Kastration der tumorfreien Patientinnen macht man Beschwerdefreie zu Kranken mit allen unangenehmen Folgen der Kastration.“

Er ergänzt in folgendem Abschnitt:
„Durch die Kastration wird ein biologisch langsam aufgebautes Gleichgewicht plötzlich geändert. Da meistens die Sexualität und das Mammawachstum normal oder sehr günstig ausgebildet sind, kann man mit künstlicher Medikation wohl kaum diese optimale Situation wiederherstellen.“

Die umfangreichen Studien Looijengas 2006 mit modernen diagnostischen Mitteln bestätigen die von Overzier beobachtete geringe Inzidenz zur Malignität der Hoden von AIS nicht nur. Die von [Leendert] Looijenga 2006 in Lübeck präsentierte Studie geht von einem Entartungsrisiko von nur 0,9% bei CAIS aus.

[...]

[3] Cadiz u. Lipschütz 1933, Morris 1953, Wachstein u. Skorza 1951, Keller 1957, Von Miculicz- Radecki 1959, Schreiner 1959, Scharplatz 1960, Overzier 1957 u. 1961, Hauser u. Wenner 1962 [genaue Quellen bei G. A. Hauser, "Testikuläre Feminisierung", in: Overzier (Hrsg.): "Die Intersexualität" (1961), hier: S. 280-282]

4. Krebsrisiken nach Looijenga et. al., 2006 / 2007

Aus ethischen Gründen wird es nie möglich sein, kontrollierte Studien zum Krebsrisiko anzustellen. Die meines Wissens nach besten und aktuellsten Studien stammen von Leendert H. J. Looijenga et al. Beide Studien sind sog. Reviews, d.h. Auswertungen einer Vielzahl von anderen Artikeln und Studien, die somit zuverlässiger sind als die einzelnen Studien mit nur einer geringen Anzahl von Befunden. Trotzdem ist auch bei diesen Reviews die Anzahl der Befunde vielfach immer noch zu gering für verlässliche Aussagen.

Studienergebnisse 2006:

Zitiert nach: Offener Brief an das Kinderspital Zürich von Zwischengeschlecht.org (PDF)
"So beträgt beispielsweise bei CAIS (die häufigste Form von Androgenresistenz) das Krebsrisiko lediglich 0.8 %, bei PAIS 15 %."

Quelle: Martine Cools, Stenvert L. S. Drop, Katja P. Wolffenbuttel, J. Wolter Oosterhuis, and Leendert H. J. Looijenga: „Germ Cell Tumors in the Intersex Gonad: Old Paths, New Directions, Moving Frontiers“. Endocrine Reviews 27(5), 2006: S. 468–484 (S. 481)
Volltext: http://edrv.endojournals.org/cgi/content/full/27/5/468

Studienergebnisse 2007:


Quelle: Leendert H.J. Looijenga, Remko Hersmus, J. Wolter Oosterhuis, Martine Cools, Stenvert L.S. Drop, Katja P. Wolffenbuttel: "Tumor risk in disorders of sexual development", in: "Best Practice & Research Clinical Endocrinology & Metabolism", September 2007 - Vol. 21, No. 3, pp. 480–495, 2007.
Volltext: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1521690X07000383
Vgl. auch Diskussion hier: http://de.indymedia.org/2008/07/221293.shtml 

Studienergebnisse 2010:


Quelle: J. Pleskacova, R. Hersmus, J. Wolter Oosterhuis, B.A. Setyawati, S.M. Faradz, Martine Cools, Katja P. Wolffenbuttel, J. Lebl, Stenvert L.S. Drop, Leendert H.J. Looijenga: "Tumor risk in disorders of sex development", in: "Sexual Development" 2010 Sep;4(4-5):259-69. Epub 2010 Jun 17.
Online hier: http://www.aissg.org/PDFs/Pleskacova-et-al-Tumour-Risk-2010.pdf 

5. Statt den Zwittern zu helfen: Wegschauen, Schweigen, Vereinnahmen

Die an Zwittern systematischen durchgeführten genitalen Zwangsoperationen, Zwangskastrationen und sonstigen medizinisch nicht notwendigen, nicht-eingewilligten Zwangseingriffe sind die wohl gravierendste Menschenrechtsverletzung in den westlichen Demokratien seit dem 2. Weltkrieg.

Seit Jahren und Jahrzehnten protestieren betroffene Zwischengeschlechtliche bei den Medizynern direkt, in Parlamenten und in der Öffentlichkeit gegen diese umenschlichen Zwangskastrationen (und sonstige uneingewilligte genitale Zwangoperationen, Zwangshormontherapien und weitere menschenrechtswidrigen Zwangsbehandlungen) -- sofern es ihnen überhaupt möglich ist, die ihnen durch diese schweren Misshandlungen zugefügten, massiven Traumatisierungen soweit zu verarbeiten und zu überwinden, dass sie zu Protesten überhaupt in der Lage sind ...

Umso beschämender, dass Menschenrechtsorganisationen bisher systematisch wegschauen. (Sie z.B. Deutscher Ethikrat, Amnesty International, Terre des Femmes, ...)

Und, dass Transgender, Feministinnen, Schwule, Lesben und Transsexuelle und FeministInnen -- statt den Zwittern solidarisch zur Seite zu stehen -- deren Leiden regelmässig schamlos für ihre eigenen Anliegen missbrauchen! (Siehe z.B. Feministe, Pink Apple Zürich, Transgender Netzwerk Berlin (TGNB), Frauenfilmfestival Köln, feministische Anti-Beschneidungskampagnen, Laura Armani, Helma Katrin Alter, Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (dgti), QueerGrün Berlin, und und und ...)

>>> Unterstützt den Kampf der Zwitter um Selbstbestimmung und gegen genitale Zwangsoperationen!

Siehe auch:
- Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
-
Krebs- und andere Lügen am laufenden Band
- Schattenbericht CEDAW 2008 3.2.1. Gonadenentnahme (Kastration)  S. 13
- Zwangskastrationen an Zwittern: "Keine Mutanten züchten" 

Comments

1. On Friday 1 April 2011, 21:39 by alfredissimo

Nach Cogiati-Test mit dem Ergebnis "K3" bin ich selbst einer der Betroffenen, der nur das Glück hatte, daß damals nichts weggeschnibbelt wurde.
Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht die automatisierte Allmacht der sogenannten Mediziner. Von Gottes Gnaden oberste Instanz über Leben oder Hundeleben; unbehelligt an den Grundrechten der Menschheit vorbei.
Diese Situation müßte sich allerdings kippen lassen mit dem recht langen Hebel des Gleichbehandlungs-Grundsatzes. Ein Neugeborenes ist nicht vollständig rechtsfähig; die Eltern entscheiden verantwortlich an Stelle des Kindes. Nicht aber ein "Arzt"!! Da muß eine scharfe Schere angesetzt werden; sind die Eltern nicht zu Entscheidungen fähig, soll ein Gericht auf Aussetzung aller Maßnahmen entscheiden, bis das betroffene Kind in oder nach der pubertären Phase eine eigene Willenserklärung zur sexuellen Zugehörigkeit glaubhaft aüßern kann und will.-